Strache und der Bürgerkrieg

Strache sagte bei seiner „Rede zur Lage der Nation“:

strache rechtsbündig
Strache rechtsbündig 😉

„Durch den ungebremsten Zustrom von kulturfremden Armutsmigranten, die in unsere Sozialsysteme einsickern, wird unser gesellschaftliches Gefüge in seinen Grundfesten erschüttert, und das
macht mittelfristig einen Bürgerkrieg nicht unwahrscheinlich.“

Nun, man muss Brandstiftern natürlich zugestehen, immer zuerst von einem Brand zu wissen.
Strache macht hier, was alle Populisten machen: Er versucht die Gesellschaft zu spalten.
Er spricht von „Wir, das Volk“ und den Anderen, dem System, das versucht ihn und seinesgleichen zu unterdrücken.

Dabei wird aber klar, dass gerade die FPÖ eine Parte des Systems ist: Strache will wegen ein paar notleidenden Menschen einen Bürgerkrieg herbeireden.
Gewaltphantasien und Angst vor Problemen, die keine sind, waren immer schon beliebte Mittel des rechten Randes, der behauptet, das Volk zu sein.

Die FPÖ setzt sich für einen freieren Zugang zu Waffen ein und will ein wehrhaftes Volk gegen einen imaginären Feind. Straches aufgewiegeltes Volk auch noch bewaffnet zu wissen, schürt nicht
nur bei Strachefans die Angst vor einem Bürgerkrieg…

gunSchon Jörg Haider hatte ein besonderes Naheverhältnis zu Waffenproduzenten.
Und da schliesst sich der Kreis: Mit österreichischen Waffen und mit österreichischer Munition wird in Krisengebieten gemordet.
DAS ist einer der Gründe für die Flüchtlingswelle!
Flüchtlinge kommen nicht, weil es so toll bei uns ist (Immerhin stehen wir ja laut Strache kurz vor’m Bürgerkrieg).
Nein Flüchtlinge kommen, weil sie auch mit österreichischem Mordwerkzeug aus ihrer Heimat vertrieben werden.

Mit der Leugnung dieses Umstands, mit der Leugnung dieser Tatsachen, outet sich die FPÖ als knallharte Systempartei.
Mit der Sündenbockpolitik der FPÖ wird der Umstand verschleiert, dass es nur deshalb Kriege gibt, weil der Westen daran kräftig verdient.
Nicht die Flüchtlinge sind schuld an unserer Misere.
Wir haben mit Schuld an der Misere der Flüchtlinge!

Wenn Strache fremde Menschen und Kulturen als „Abgründe des Bösen“ bezeichnet, dann liefert er „dem System“, von dem er sich ausgegrenzt fühlt, genau den Vorwand, den es braucht: Den
Vorwand, uns noch mehr zu überwachen, den Vorwand uns noch mehr zu kontrollieren und unsere Rechte noch weiter zu beschneiden.
Somit ist Strache ein nur allzu willfähriger Gehilfe eines Systems, das er angeblich verachtet.

PS: Übrigends hat Strache vor genau 2 Jahren schon einmal vor einem Bürgerkrieg gewarnt. Den hab ich wohl verschlafen…

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